Tagestour · Świnoujście

Świnoujście lässt sich an einem Tag besichtigen

Eine Stadt auf drei Inseln, mit Hafen, Leuchtturm und Forts, die näher beieinander liegen, als man denkt. Der vollständige Plan — Stunde für Stunde — mit einer Karte aller Stationen.

Start8:30 Uhr
Endeca. 18:00 Uhr
Stationen7
Transportzu Fuß / Rad
Ein Stück Geschichte

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Świnoujście auf zwei Wegen zugleich — als preußische Festung und als Seebad. Die Festungsanlagen (Fort West, Fort Anioła, Fort Gerhard) wurden ab den 1840er-Jahren errichtet, um die Küste vor Schweden und Dänemark zu schützen, während die Stadt gleichzeitig als Kurort mit Promenaden und Villen im wilhelminischen Stil an Ansehen gewann. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Hafen zu einem der deutschen U-Boot-Stützpunkte an der Ostsee — von hier aus lief am 1. September 1939 das Schlachtschiff „Schleswig-Holstein“ aus, um Westerplatte anzugreifen. Nach 1945 wurde die Stadt Teil Polens und hat bis heute zwei Identitäten bewahrt: eine hafen- und militärgeprägte und eine kurörtliche.

Leszek Kodan

Fotograf und Trainer für Persönlichkeitsentwicklung, Liebhaber von Świnoujście und begeistert davon, die Region zu entdecken — die Inhalte dieser Seite entstehen aus echten Erkundungen vor Ort.

Der Tagesplan — 7 Stationen

8:30 Uhr

Plac Wolności und die Historische Promenade

Start

Der Tag beginnt im Herzen der Stadt — einem kleinen Platz, umgeben von restaurierten Häusern aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, mit einem Brunnen und Sitzgelegenheiten. Hier kreuzen sich die wichtigsten Fuß- und Radwege der Stadt. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß zur Historischen Promenade, die an einer Reihe ehemaliger Kurvillen entlangführt — ein guter Moment für einen Kaffee, bevor es weitergeht.

9:30 Uhr

Stadtstrand, Seebrücke und Stawa Młyny

Strand

Der Stadtstrand von Świnoujście gehört zu den breiteren und besser ausgebauten Stränden an der polnischen Küste — der flache Zugang zum Wasser macht ihn auch für Familien mit kleinen Kindern angenehm. Entlang der Seebrücke Richtung offenes Meer kommt man an der Stawa Młyny vorbei, einem Navigationszeichen aus dem 19. Jahrhundert in Form einer Windmühle und eines der Wahrzeichen der Stadt. Von diesem Abschnitt aus sieht man auch die Schiffe, die in den Hafen einlaufen.

10:30 Uhr

Der Leuchtturm

Aussicht

Der im 19. Jahrhundert aus rotem Backstein errichtete Leuchtturm ist einer der höchsten der Welt und der höchste in Europa. Der Aufstieg führt über mehrere hundert steile Wendelstufen — plant also mehr Zeit ein, als man denkt, besonders in der Hochsaison. Belohnt wird man mit einem Ausblick, den man sonst nirgends in der Stadt bekommt: auf Hafen, Swine-Mündung, die Insel Usedom und die Dächer von Świnoujście zugleich.

12:00 Uhr

Fort Gerhard oder Fort Anioła

Geschichte

Świnoujście ist eine Stadt mit vier von Preußen errichteten Forts — drei davon können heute besichtigt werden. Bei nur einem Tag lohnt es sich, eines auszuwählen.

Fort Gerhard liegt am gegenüberliegenden Ufer der Swine und ist daher nur mit der Fähre erreichbar. Es ist der älteste und am besten erhaltene Teil der Festungsanlage Świnoujście — die Besichtigung ist als interaktive Ausbildung zum preußischen Kadetten gestaltet, inklusive der Möglichkeit, eine Soldatenuniform anzuprobieren.

Fort Anioła liegt näher am Zentrum, erfordert also keine Fährüberfahrt, und widmet sich stärker der Geschichte des 20. Jahrhunderts und des Zweiten Weltkriegs.

13:30 Uhr

Mittagessen am Hafen

Pause

Nach der Besichtigung des Forts bietet sich die Gegend rund um die Promenade und den Hafen für eine längere Pause an — hier befinden sich die meisten Restaurants der Stadt. Auf den Speisekarten stehen vor allem frischer Fisch und Meeresfrüchte.

15:00 Uhr

Museum für Seefischerei

Museum

Das Museum befindet sich im Gebäude des ehemaligen Rathauses und ist eine gute Option für den Nachmittag, besonders bei schlechtem Wetter. Die Ausstellung widmet sich der Geschichte der Seefischerei und des Seehandels an der Ostsee.

Öffnungszeiten: Jul–Aug: Mo 7–15 Uhr, Di–So 10–18 Uhr · Sep–Jun: Mo geschlossen, Di–Sa 9–17 Uhr, So 10–15 Uhr
Eintritt: 18 PLN regulär / 15 PLN ermäßigt Aktuelle Öffnungszeiten und Preise vor dem Besuch auf der offiziellen Website des Museums prüfen.
18:00 Uhr

Die Neue Promenade und der Sonnenuntergang

Abschluss

Den Tag schließt man am besten an der Neuen Promenade ab — neuer und stärker ausgebaut als ihr historisches Gegenstück vom Morgen. Dicht aneinandergereihte Restaurants, Eis, Waffeln, Souvenirstände und Live-Musik. Es ist zugleich der beste Ort der Stadt, um den Sonnenuntergang über der Ostsee zu beobachten.

Alle Stationen auf der Karte

Die Nummerierung der Markierungen entspricht der Reihenfolge im obigen Plan. Die Karte lädt, sobald man in ihre Nähe scrollt.

Häufig gestellte Fragen

Ja — die wichtigsten Stationen (Strand, Leuchtturm, ein Fort, das Museum, die Promenaden) liegen nah beieinander und lassen sich zu Fuß oder mit dem Rad an einem Tag verbinden, ganz ohne eigenes Auto.

Fort Gerhard liegt am gegenüberliegenden Ufer der Swine, gegenüber vom Zentrum und dem Leuchtturm, deshalb ist es nur mit der Fähre erreichbar.

Der reguläre Eintritt kostet 18 PLN, ermäßigt 15 PLN. Preise und Öffnungszeiten sollte man vor dem Besuch auf der offiziellen Website des Museums prüfen.

Ja — der Stadtstrand hat einen flachen Zugang zum Wasser, und die Besichtigung der Forts ist oft interaktiv gestaltet (z. B. Anprobieren von Kostümen), was gut mit Kindern funktioniert.

Gute Alternativen unter Dach sind die Innenräume der Forts (Gerhard oder Anioła) sowie das Museum für Seefischerei im ehemaligen Rathaus.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise stammen aus öffentlich zugänglichen Informationen zum Museum für Seefischerei und können sich ändern — vor dem Besuch lohnt sich eine Prüfung auf der offiziellen Website des Museums. Die Koordinaten auf der Karte sind ungefähre Angaben.